Holzschnitt 1510
    
Niklaus von Flüe
Bruder Klaus  
  
 
   Home  
   Inhalt  
   Quellenwerk  
   Brunnenvision  
   Meditationsbild  
Stanser Verk…
Adrian v. Bub…
  Und Dorothea ?  
   Suchen  
   Kontakt  
    
 nvf.ch
 
      
  
   Mystik und Mathematik · Analyse der Radskizze
  
Radskizze verfremdetDie Radskizze, die oft Bruder Klaus zugeschrieben wird, jedoch eindeutig vom unbekannten Pilger stammt, enthält ein für das ausgehende Mittelalter erstaunliches Konzept in einer Mischung aus Theologie, Philosophie und Mathematik. Der Autor des Buches «Bruder Claus» (Augsburg 1487), in dem die Skizze erstmals auftaucht, ist höchstwahrscheinlich Heinrich Gundelfingen, Chorherr von Beromünster, Professor für Rhetorik (Freie Künste) in Freiburg im Breisgau, zu dessen Pflichten auch das Dozieren in der Mathematik gehörte. Erstaunlich ist besonders, wie mathematische Elemente metaphorisch in geradezu mystischer Weise dargeboten werden. Und ebenso erstaunlich ist, was sich daraus ableiten und dann anderweitig anwenden lässt. Am Ende sind die Erkenntnisse nicht nur für die Theologie relevant sondern auch für die philosophische Anthropologie und sogar für die Ethik.
  
Verzeichnis
  
  1. Quadrat, Kreise, Speichen (Vektoren, Wege)
  
  2. Mathematische Theologie» bei Nikolaus von Kues (gest. 1464)
  
  3. Relationen · Bausteine des Lebens
  
  4. Ein relationales Person-Modell
  
v5. Motivationen · Wege der Seele · Wege der Ethik
  
  
  Das Symbol der Lilie (6-strahlige radiale Symmetrie)
  
  Das Sachsler Meditationstuch (6-teilig)
  
Die Teile 1. und 2. sind Bestandteile in meiner Doktorarbeit von 1981: «Der göttliche Spiegel – Zur Geschichte und Theologie des ältesten Druckwerks über Bruder Klaus und sein Meditationsbild», Bern 1981, Europäische Hochschulschriften XXIII, 164.
  
Die Ideen der übrigen Teile haben ihren Anfang in meinem Studium, in: Theologie, Philosophie und Psychologie. Sie waren auch thematisch relevant in der mündlichen Lizentiatsprüfung im Fach Ethik (Moraltheologie) bei Professor Dietmar Mieth, 1980, an der Universität Freiburg Schweiz. Prof. Mieth beschäftigt sich auch mit Themen der Mystik (besonders Meister Eckhart).
  
Werner T. Huber, Dr. theol.
  
Abbildung: Beim Betrachten der Radskizze kann die Fantasie auch noch das Ihre beitragen. Was da unter anderem möglich sein könnte, zeigt eine Verfremdung mit einer digitalen Bildbearbeitungs- Software. Eine kosmische Erscheinung am Himmel? Oder eine Vergrösserung unter dem Raster- Elektronenmikroskop? – Was Wunders also, wenn die Betrachter allerlei Schönes oder Schreckliches erleben! Aber Bruder Klaus – so sensibel und fantasiereich er auch war – betrachte sein «Buch» in nüchterner Bodenständigkeit, er fand darin keinen Schrecken, keine Furcht, dafür umso mehr Ehrfurcht vor Gott und Mitleiden mit allen Menschen. Wie oben bereits erwähnt, kannte Bruder Klaus diese Radskizze überhaupt nicht sondern nur das farbige «Tüechli». Dieses Sachsler Meditationstuch ist ohne Einfluss des Einsiedlers entstanden und hat eigentlich auch nichts mit einem Rad zu tun. Die diesbezügliche Interpretation (Assoziation) stammt vom Urheber des Pilgertraktats.
  
  Biografie des Autors
  
  Zurück zum Inhaltsverzeichnis
  
  … nach oben 
   
  
Bruder Klaus · Niklaus von Flüe · Flüeli-Ranft · Schweiz
© 1998–2010 ·
nvf.ch, brunnenvision.ch und bruderklaus.eu (vormals: bruderklaus.ch)
Designed and published by Werner T. Huber, Dr. theol.

Letzte Dateiänderung: 06.04.2010 11:43:39